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Rückblick (4): Dokumentation der Innsbrucker Tagung

11. Januar 2010

Aus dem ‚alten Jahr’ ist noch nachzutragen, dass endlich die Dokumentation einer Tagung zum Thema „Archivierung von digitaler Literatur“ online ist, welche im Oktober 2009 an der Universität Innsbruck stattfand (Details im dazugehörigen Post). Leider sind die ersten Vorträge von der Technik ‚verschluckt’ worden, was zugänglich ist, ist aber auch nicht zu verachten. :)
Wie man sieht, gibt es sehr interessante theoretische Positionen und Reflexionen, diese verbinden sich meiner Meinung nach gut mit den praktischen Erfahrungsberichten von den Archivierungsorganisationen (4. Panel). Dass das Problem insbesondere auch die Autoren selbst umtreibt, zeigt das 5. Panel und in gewisser Weise auch der Mitschnitt der Bloglesung „Andere (digitale) Welten“.
Hier noch schnell die Adresse: http://www.uibk.ac.at/literaturkritik/zeitschrift/727223.html. Mein Beitrag findet sich im 3. Panel.

Florian Hartling Vorträge

Rückblick (3): Digital Media revisited

21. November 2009
Second Life Avatar
Second Life Avatar
Phorkya Pizzicato

Im Jahresendspurt passiert grad eine Menge, man kommt ja gar nicht nach mit der Dokumentation… Während ich grad gedruckt die Früchte vorheriger Arbeit einsammele und mit Hochdruck am Finish des neuen Buches arbeite, stand auch noch eine Konferenzreise an.
Dieses Mal war ich auf einer internationalen Tagung zum Thema “Digital
 Media
 Technologies
 Revisited”, die von ‘meiner’ Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” bei der DGPuK zusammen mit der europäischen Organisation ECREA organisiert wurde. Statt fand das Ganze an der UdK Berlin, was eine sehr schöne Räumlichkeit war und auch nur eine kurze Anreise notwendig machte.
Zu meiner großen Freude war insbesondere das Problem von Identität (gefasst als ‘Identity 4.0′) ein sehr zentrales Thema auf der Konferenz, und so habe ich viele Anregungen und Ideen für mein neues Projekt sammeln können. (Insofern war das eine regelrechte Weiterbildung und ‘kick off’ für die kommenden Jahre. Ganz ähnlich war das vor mittlerweile fünf Jahren, als ich mir auf einer Tagung des DGB mitten im Ruhrgebiet drei Tage lang zu Blogs, Wikis und Copyleft die Finger wund geschrieben habe. Die daran anschließende Arbeit habe ich dann Mitte 2007 eingereicht; seit sechs Monaten liegt sie gedruckt vor…)
Ich selbst habe zum Einfluss des Internets auf Identitätskonstruktionen gesprochen und dabei ein Modell eines Identitätsdispositivs entwickelt. Mein Hauptpunkt war, dass fiktive Identitäte immer stärker werden und vor allem auch durch Diskursivierung in den Medien immer normaler. Dies mündet in einem selbstverstärkenden Prozeß und führt schlußendlich zu einer Normalität von Fiktivität.

Die übliche Twitter Dokumentation läuft unter dem Hashtag #dgpuk.

Von meinem iPod gesendet …

Florian Hartling Vorträge

Rückblick (2): Tagung zur Archivierung von digitaler Literatur

27. Oktober 2009
Logo Dilimag
Logo DILIMAG

In der vergangenen Woche war ich auf einer sehr interessanten Tagung an der Universität Innsbruck. Dort entwickelt das Projekt DILIMAG seit zwei Jahren ein System zur Archivierung von digitalen Literaturmagazinen (Projektseite) und stellte auf der vom ihm organisierten Tagung das erste Mal die Weboberfläche des Archivs vor. Das Ganze ist bekanntlich nicht trivial, immerhin haben die deutsche und österreichische Nationalbibliothek seit geraumer Zeit einen Sammelauftrag für digitale Literatur, ebenso wie andere europäische Institutionen sind Sie damit aber technisch und auch personell weitgehend überfordert. Die Tagung sollte mit Theoretikern, einigen Archivaren und Herausgebern von solchen Magazinen ausloten, wie es eben doch gelingen kann. (siehe ausführliche Ankündigung mit den Abstracts, Programm als PDF)
Ich war eingeladen, weil ich seit längerer Zeit an dem Thema arbeite, zusammen mit Beat Suter von der Universität Zürich einen Band zum Thema herausgebe und DILIMAG selbst da auch mit vertreten ist. Ebenso trafen wir die Kollegen vom Marbacher Literaturarchiv (auch Beiträger), die genau wie DILIMAG gerade versuchen, mit möglichst wenig Ressourcen Ihren Sammelauftrag zu erledigen. Mein Resümee hatte ich schon im Vortrag vorformuliert: Ganz offenbar müssen den Archivaren noch ganze Heerscharen von Technikern und Programmierern an die Seite gestellt werden. Was enorm kostet.Ein Kollege von der Universitätsbibliothek Innsbruck ergänzte noch: Das alles funktioniert aber nur, wenn eine langfristige Finanzierung der Archivierung auch sichergestellt ist.
Ein Tagungsband ebenso wie eine komplette audiovisuelle Dokumentation der Vorträge sind geplant, beides werde ich als Update noch annoncieren. Sobald unser Band erschienen ist, das dann natürlich auch.

Update: Inzwischen ist die Videodokumentation der Tagung bei “Literaturkritik.at” online, einige Clips fehlen noch, die werden aber wohl teilweise noch nachgereicht.

Florian Hartling Vorträge

Programmhinweis (2): Geschichtsforum

29. Mai 2009

Morgen bin ich auf dem “Geschichtsforum 1989 | 2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch” an der Humboldtuniversität Berlin. Dort stelle ich zusammen mit Vertretern der DuMont-Zeitungshäuser ein Projekt zum Geburtstag des Mauerfalls vor, an dem wir seit Dezember intensiv arbeiten. Die Veranstaltung ist offen für alle, also wer zufällig in der Nähe ist…

Kurzinfo:

Mein neunter November – das Multimedia-Projekt
Sa, 30.05.2009, 11:00 – 12:30 Uhr

Die Homepage “www.mein-neunter-november.de”, die hier von ihren Initiatoren und Machern erstmals öffentlich präsentiert wird, ist Teil der multimedialen Ost-West-Initiative, die die Zeitungen des Verlages M. Dumont Schauberg zum Jahrestag des Mauerfalls planen.

Gemeinsam veröffentlichen die Frankfurter Rundschau, der Kölner Stadtanzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung (Halle) vom Frühsommer an eine Reihe von Interviews mit Menschen, die an einem 9. November geboren sind und sich an den Tag des Mauerfalls – ihren Geburtstag – sowie seine Vorgeschichte und seine Folgen erinnern. Unter den Interviewten sind Leserinnen und Leser, die sich auf einen Aufruf der Zeitungen meldeten, aber auch Prominente wie Björn Engholm und Erol Sander. Veröffentlicht werden die Interviews sowohl auf der Homepage als auch in den drei Zeitungen. Außerdem erscheinen sie zusammen mit historischen Beiträgen und Essays im Dumont-Verlag als Buch.

Die Referenten vertreten zum einen die beteiligten Zeitungen und zum anderen die “Hallesche Europäische Journalistenschule für Multimediale Autorschaft” an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die die Homepage www.mein-neunter-november.de konzipiert und gestaltet. Sie werden zunächst das Gesamtkonzept kurz erläutern und dann den Internet-Auftritt mit Beispielen aus den Video-Interviews präsentieren. Anschließend stellen sie sich den Fragen und Anmerkungen der Besucherinnen und Besucher.

Eine Veranstaltung der Frankfurter Rundschau

Ort: Humboldt-Universität, Seminargebäude
Raum: 1.308

Mitwirkende:
Dr. Florian Hartling, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Hallisches Institut für Medien e.V.
Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau
Manja Rothe-Balogh, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Link
http://www.geschichtsforum09.de/programm/film-medien/veranstaltung/mein-neunter-november-das-multimedia-projekt.html

Florian Hartling Vorträge