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Artikel Tagged ‘Vorträge’

10 Jahre Online-Journalismus an der Universität Halle

8. Dezember 2011 Keine Kommentare

Ende November 2011 feierte mein Arbeitgeber, das Dept. Medien- und Kommunikationswissenschaften der Universität Halle-Wittenberg, sein 10jähriges Bestehen als unabhängige Einheit. Das wurde mit einer großen Festwoche gefeiert, in deren Rahmen nicht zuletzt auch gefeiert wurde, dass vor zehn Jahren die Idee geboren wurde, hier in Halle einen Studiengang für Online-Journalismus aufzubauen. Dieser Studiengang ist eine enge und fruchtbare Kooperation zwischen dem Verlagshaus M. DuMont Schauberg bzw. der Mitteldeutschen Zeitung und der Halleschen Europäischen Journalistenschule. Ich selbst durfte von Anfang an konzeptionell und organisationell daran mitwirken. Daher war es mit eine besondere Ehre, diese Kooperation im Rahmen der Festwoche vorstellen zu dürfen – der Text nach dem Klick.

Das Programm der Woche liegt noch hier, in der Mitteldeutschen Zeitung gab es zwei schöne Artikel zum Jubiläum:

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Publikation (7): Klingonische Identitäten

30. Mai 2011 Keine Kommentare

Digitale MedientechnologienMit großer Freude halte ich seit einigen Tagen den wunderbaren Band zu “digitale Medientechnologien” in den Händen, der die deutschsprachigen Beiträge aus der 2009er Tagung zu “Digital Media revisited” versammelt. Die beiden Herausgeber haben wirklich in Rekordzeit editiert und dabei sehr intensive Überarbeitungshinweise gegeben, was zusammen eine großartige Leistung ist. Ich selbst bin vertreten mit meinen Überlegungen dazu, wie Identitätsbildung in der heutigen Zeit immer stärker medieninduziert ist und die audiovisuellen und digitalen Medien dabei förmlich zu Identitätsdispositiven werden. Fiktive Identitäten nehmen m.E. immer stärker Einfluss auf reale Identitätsbildungsprozesse, dies wird in den Medien diskursiviert und damit beständig normalisiert.
Ich diskutiere diesen Zusammenhang an klingonischen Identitäten aus dem „Star Trek“-Universum und er wird sehr deutlich an einem Zitat aus einer Dokumentation zu „Star Trek“-Fans, mit denen ich meine Überlegungen überschrieben habe: „Klingons allow us to express a certain aspect of our personality that we’re not allowed to do in public“.

Hier der Ankündigungstext vom Verlag:

Digitale Medientechnologien wie z.B. Mobiltelefonie oder das Internet spielen immer stärker eine zentrale Rolle sowohl für unsere Gesellschaft als auch für unsere Alltagswelt. Dabei sind sie keineswegs allein Voraussetzung kommunikativer und medialer Prozesse, sondern sind auf das Engste mit kulturellen und sozialen Kontexten verbunden. Alle diese Bezüge verändern sich in wechselseitiger Einflussnahme und mit hoher Dynamik. Der Band reflektiert den Ertrag bisheriger kommunikationswissenschaftlicher Forschungsansätze zu digitalen Medientechnologien und wirft einen Blick auf zukünftige Forschungsherausforderungen.

Mehr Informationen gibt es hier: <http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-17838-7/Digitale-Medientechnologien.html> und Springerlink sei dank, kann man das Buch auch schon online lesen, wenn es einen bezahlten Zugang gibt: <http://www.springerlink.de/content/978-3-531-17838-7/>.

Progammhinweis (6): Bringt das Internet mehr Kultur?

22. November 2010 Keine Kommentare

Der letzte Vortrag für dieses Jahr führt mich morgen abend in den Hallischen Saal am schönen Universitätsplatz. Das hiesige „Kulturforum der SPD“ lädt ein zu einer Vortragsrunde bzw. einem Podiumsgespräch zum Thema „Bringt das Internet mehr Kultur?“. Dabei wird erfreulicherweise ein recht weiter Kulturbegriff vertreten, neben dem eher ästhetischen Verständnis, auf das ich fokussieren werde, geht es u. a. um Kommunikationskulturen (Twitter und Co.)
Ich widme mich in meinem Einführungsvortrag dem durchaus spannungsvollen Verhältnis zwischen dem Dispositiv Internet und ästhetischer Produktion in ihm. Dabei gehe ich vor allem auf die technischen, ökonomischen, politischen und rechtlichen Bedingungen ein, die künstlerische Produktion online beeinflusst -und natürlich sowohl auf Chancen als auch Gefahren ein. Titel: „Neue Medien: Paradies für Kreative oder kreatives Minenfeld? Chancen, Bedrohungen und der goldene Mittelweg“.
Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Hallischen Saal, sie ist wohl auch öffentlich, sodass alle Interessenten herzlich willkommen sind. Weitere Informationen finden sich im Programmflyer.

Dissociated Authorship: Electronic Literature between Tradition and Experiment

4. November 2010 Keine Kommentare

On November 8th 2010 I’ll be giving a seminar at Lingnan University, Hongkong, for which I have been kindly invited by Prof. Paisley Livingston, Chair Professor and Head, Department of Philosophy. I will be showing some examples of digital literature, especially from German origin, and thought I post them here along with some more resources so that the Hongkong students can do some more research after my talk.

 

Abstract of my talk

Since the birth of the “World Wide Web” as the most successful application of the Internet, the web has been the hope of literary theorists (e.g. George P. Landow and David Jay Bolter) that the new digital media will finally allow for the “death of the author” and the birth of the “writing reader”. In this talk I will ultimately argue that the author cannot disappear or “die” in this context because its central characteristics will not allow this to happen. Therefore the Internet does not stand for the “death” of the author; instead it seems to be a fountain of youth for literary authorship. These findings are discussed using recent experiments with authorship in digital literature.
 

Examples of works of digital literature

Solitary authorship

Collaborative authorship

Marginalised authorship

Dissociated authorship

Where can you find more (good) works of digital literature

Research

Research on digital literature: Some important organizations and conferences

Discussion (my research in print and online)

Titel Der digitale Autor and Titel Archivierung von digitaler Literatur
  • Hartling, Florian, 2009: The Digital Author? Authorship in the Digital Era. In: Vanesa Matajc, Gašper Troha, 2009: Avtor: kdo ali kaj piše literaturo? / The Author: Who or What is Writing Literature? Ljubjana: Slovensko društvo za primerjalno književnost. (= Special issue Primerjalna književnost / Comparative Literature. Vol. 32. (2009)). S. 199-208. (you can grap a copy of this special issue as a pdf from the web)
  • Hartling, Florian, 2009: Dissoziierte Autoren. Netzliterarische Autorschaft zwischen Tradition und Experiment. In: dichtung-digital. No. 39. Vol. 11 (2009). <http://www.dichtung-digital.org/2009/Hartling.htm>. (sorry, German only…)

 

Is there digital literature on the iPad?

 

Thanks

 

Resources

Reisepläne (1): Cambridge, Hongkong, Halle

7. September 2010 Keine Kommentare

Während ich aktuell krankheitsbedingt etwas ‘aus dem Rennen’ bin, komme ich wenigstens stellenweise zu organisatorischen Arbeiten, Korrespondenzen und dazu, mich auf die anstehenden Vortragsreise im Herbst zu freuen.
Los geht es am 30. Oktober mit einem Workshop an der Universität Cambridge, zu dem ich als Experte von digitaler Autorschaft sowie deren Implikationen für Copyright-Fragen eingeladen bin. Das Ganz ist sehr eigentlich die Kick-Off-Veranstaltung zu einem überaus interessanten kollaborativen, interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekt mit dem Titel “Of Authorship and Originality”, welches drei Jahre im Rahmen des HERA-Programmes gefördert wird (“Humanities in the European Research Area”) (Mehr dazu auf der Projektseite). Auf dem Workshop soll es darum gehen, die schon vielfältigen Forschungserträge zu bündeln und Idee für das Programm zu entwickeln. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf, nach fast zehn Jahren, die seit meinem halben Jahr in Sheffield vergangen sind, England wiederzusehen.
Wieder zurück in der Heimat muss ich sozusagen gleich in einen größeren Koffer umpacken, denn vom 5. bis zum 12. November fliege ich zu einer Vortragsreise nach Hongkong. Ich bin von einem Kollegen an der dortigen Lingnan-University eingeladen worden, zu meinem Dissertationsprojekt „Autorschaft in digitaler Literatur“ an seinem Department für Philosophie und einer befreundeten Universität zu sprechen. Auf diese Reise bin ich schon sehr gespannt und freue mich auf interessante Diskussionen mit ihm und seinen Mitarbeitern. Das Dissertationsprojekt hat seinerzeit sehr von Debatten rund um Film und Autorschaft profitiert, nicht zuletzt erhoffe ich mir einige Anregungen für das neue Forschungsprojekt.
Dann wieder in Halle steht ein Vortrag an, zu dem ich dann nicht mehr fliegen muss, sondern radeln kann: Im Rahmen des SPD-Kulturforums Sachsen-Anhalt spreche ich am 25. November (voraussichtlich am Uniplatz) zur sehr spannungs- aber auch ertragreichen Beziehung zwischen Kultur und Internet.
Und dann geht es wieder zurück in die Schreibstube.