Anderthalb Jahre sind nun inzwischen seit dem letzten Journalistengespräch (das ich dann etwas erschöpft, aber sehr zufrieden genossen habe) vergangen, es wird Zeit, das nächste anzukündigen.
Es findet – als mittlerweile 8. Veranstaltung – am 27. April zum Thema „Lokaljournalismus 2.0“ statt. Das ist derzeit eine hitzige Debatte, denn in den Zeiten sinkender Auflagen besinnen sich die Regionalzeitungen zunehmend auf Ihre Kernkompetenz, nämlich nahezu einiger Anbieter von Lokalinformationen zu sein, um Leser zu binden. Längst aber gibt es andere Player auf diesem markt, Bürgerjournalisten, Blogger und Radiomacher, die den traditionellen lokalen Medien im Internet Konkurrenz machen. Daraus resultiert eine gewisse Ambivalenz zwischen Kooperation und Konkurrenz, die wir an diesem Abend zum Thema machen.
Das Gespräch beginnt – wie gewöhnlich – um 19 Uhr im Dock 2 des Puppentheaters auf der Kulturinsel Halle und wird veranstaltet in Kooperation mit der Mitteldeutschen Zeitung und der Kulturinsel Halle. Die Panelliste ist etwas lokaler als üblich, was dem Thema geschuldet ist:
- Hartmut Augustin, Chefredakteur „Mitteldeutsche Zeitung“, Halle
- Robert Dobschütz, „Halleforum.de“ und „Leipziger Internet Zeitung“, Leipzig
- Sven Frommhold, Leiter der Regionalredaktion Mittelsachsen der „Freien Presse“, Freiberg
- Isabell Hillmann, Chefredaktion von „mephisto 97.6“
Dazu lade ich sehr herzlich ein, der Eintritt ist wie immer kostenlos.
Weitere Informationen im Programm.
Updates:
Der letzte Vortrag für dieses Jahr führt mich morgen abend in den Hallischen Saal am schönen Universitätsplatz. Das hiesige „Kulturforum der SPD“ lädt ein zu einer Vortragsrunde bzw. einem Podiumsgespräch zum Thema „Bringt das Internet mehr Kultur?“. Dabei wird erfreulicherweise ein recht weiter Kulturbegriff vertreten, neben dem eher ästhetischen Verständnis, auf das ich fokussieren werde, geht es u. a. um Kommunikationskulturen (Twitter und Co.)
Ich widme mich in meinem Einführungsvortrag dem durchaus spannungsvollen Verhältnis zwischen dem Dispositiv Internet und ästhetischer Produktion in ihm. Dabei gehe ich vor allem auf die technischen, ökonomischen, politischen und rechtlichen Bedingungen ein, die künstlerische Produktion online beeinflusst -und natürlich sowohl auf Chancen als auch Gefahren ein. Titel: „Neue Medien: Paradies für Kreative oder kreatives Minenfeld? Chancen, Bedrohungen und der goldene Mittelweg“.
Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr im Hallischen Saal, sie ist wohl auch öffentlich, sodass alle Interessenten herzlich willkommen sind. Weitere Informationen finden sich im Programmflyer.
Während ich aktuell krankheitsbedingt etwas ‘aus dem Rennen’ bin, komme ich wenigstens stellenweise zu organisatorischen Arbeiten, Korrespondenzen und dazu, mich auf die anstehenden Vortragsreise im Herbst zu freuen.
Los geht es am 30. Oktober mit einem Workshop an der Universität Cambridge, zu dem ich als Experte von digitaler Autorschaft sowie deren Implikationen für Copyright-Fragen eingeladen bin. Das Ganz ist sehr eigentlich die Kick-Off-Veranstaltung zu einem überaus interessanten kollaborativen, interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekt mit dem Titel “Of Authorship and Originality”, welches drei Jahre im Rahmen des HERA-Programmes gefördert wird (“Humanities in the European Research Area”) (Mehr dazu auf der Projektseite). Auf dem Workshop soll es darum gehen, die schon vielfältigen Forschungserträge zu bündeln und Idee für das Programm zu entwickeln. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf, nach fast zehn Jahren, die seit meinem halben Jahr in Sheffield vergangen sind, England wiederzusehen.
Wieder zurück in der Heimat muss ich sozusagen gleich in einen größeren Koffer umpacken, denn vom 5. bis zum 12. November fliege ich zu einer Vortragsreise nach Hongkong. Ich bin von einem Kollegen an der dortigen Lingnan-University eingeladen worden, zu meinem Dissertationsprojekt „Autorschaft in digitaler Literatur“ an seinem Department für Philosophie und einer befreundeten Universität zu sprechen. Auf diese Reise bin ich schon sehr gespannt und freue mich auf interessante Diskussionen mit ihm und seinen Mitarbeitern. Das Dissertationsprojekt hat seinerzeit sehr von Debatten rund um Film und Autorschaft profitiert, nicht zuletzt erhoffe ich mir einige Anregungen für das neue Forschungsprojekt.
Dann wieder in Halle steht ein Vortrag an, zu dem ich dann nicht mehr fliegen muss, sondern radeln kann: Im Rahmen des SPD-Kulturforums Sachsen-Anhalt spreche ich am 25. November (voraussichtlich am Uniplatz) zur sehr spannungs- aber auch ertragreichen Beziehung zwischen Kultur und Internet.
Und dann geht es wieder zurück in die Schreibstube.
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| Foto: Uta Tintemann |
Die siebte Ausgabe des Journalistengespräches (siehe Ankündigung) war eine ganz besondere. Nicht nur, dass Dienste wie Twitter Thema der Veranstaltung gewesen sind, auch die Veranstaltung selbst wurde intensiv über Twitter begleitet: Während der Veranstaltungen zwitscherten sowohl Kollegen von mz-web.de, aber auch Anwesende im Saal. Die Podiumsteilnehmer, zum Großteil selbst begeisterte Twitter-Nutzer, bekannten danach recht freimütig, dass sie am liebsten gleich vom Podium aus mit über Twitter getwittert hätten. Bonus war ein Audio-Podcast, aufgezeichnet wiederum von mz-web.de, der die Berichterstattung in der MZ bzw. bei mz-web.de perfekt ergänzen.
Dass die Veranstaltung selbst mir außerordentlich gut gefallen hat, habe ich dann selbst natürlich auch noch vermeldet.
Audio-Dokumentation (mit freundlicher Unterstützung von www.mz-web.de)
Artikel bei mz-web.de: „Journalismus braucht ungebetene Kritik“
Das Journalistengespräch bei Twitter: #halesma
Besten Dank an alle Beteiligten für das Gelingen der Veranstaltung!
Am 21. Oktober 2009 veranstalte ich das inzwischen 7. “Europäische Journalistengespräch”. Dieses Jahr geht es um die Beziehung zwischen professionelle und Amateurjournalisten im Netz. Können die Bürgerreporter tatsächlich mit professionellen Journalisten konkurrieren? Und umgekehrt: Wie sehr kann und muss sich der Journalismus auf solche Nutzungsformen einlassen?
Das Gespräch beginnt um 19 Uhr im Großen Saal des Puppentheaters auf der Kulturinsel Halle und wird veranstaltet in Kooperation mit der Mitteldeutschen Zeitung und der Kulturinsel Halle. Die Panelliste kann sich sehr sehen lassen, es sind:
Dazu lade ich sehr herzlich ein, der Eintritt ist kostenlos.
Weitere Informationen im Programm.
Update:
Kurzfristig musste ein Referent absagen, daher die Teilnehmerliste geändert. Zusätzlich habe ich Links zu Biographien bzw. Webseiten der Journalisten eingefügt, wo verfügbar.