Rechtzeitig zum 6. Geburtstag meiner großen Tochter (wenn das kein gutes Omen ist), ist mein Buch zum “digitalen Autor” beim renommierten “Transcript”-Verlag erschienen. Dort untersuche ich, wie sich literarische Autoren im Internet und durch das Internet verändern. Sozusagen ‘nebenbei’ liefert das Buch eine Bestandsaufnahme von aktueller deutschsprachiger, digitaler Literatur, die eben diese Fragen von Autoren und Autorschaft poetisch verarbeiten.
In das Buch eingeflossen sind Überlegungen aus fast neun Jahren, in denen mich das Thema der digitalen Literatur beschäftigt, dementsprechend stolz bin ich, dass es auch optisch so gut geworden ist.
Kurzinfo:
Florian Hartling
Der digitale Autor. Autorschaft im Zeitalter des Internets
Bielefeld: Transcript 2009.
382 Seiten, ISBN 978-3-8376-1090-1
Das Internet ist ein demokratisches Medium – jeder kann Texte publizieren, der »schreibende Leser« ersetzt den traditionellen Autor. So lauten gängige – aber falsche – Vorstellungen, wenn von Literatur im Netz die Rede ist. Stattdessen ist mit dem Boom der Netzliteratur ein Aufleben des Autors im Internet zu beobachten, zusammen mit traditionellen Formen des Literaturbetriebs.
Dieses Buch liefert eine erste systematische Analyse der Bedingungen von Autorschaft im Internet. Damit widmet es sich einem Problem, das für die neuere medientheoretische Diskussion und die methodische Entwicklung der Medienwissenschaft von großer Bedeutung ist.
Für weitere Informationen bitte hier entlang.
Sozusagen in der Nacht vor dem Urlaub (den wir dann doch einen Tag später angetreten sind, weil beide Eltern völlig in den Seilen hingen, krankheits- und arbeitsbedingt), aber am Ende dann doch mit anderthalb Monaten Verspätung habe ich das Buchmanuskript meiner Doktorarbeit fertigbekommen und glücklich strahlend an den Verlag geschickt. Es wird dort ja schon des längerem in der Verlagsvorschau und auf der Webseite angekündigt, wurde also etwas Zeit.
Spass hats gemacht, auch wenn es arg mühsam gewesen ist, jede Silbentrennung, jeden Zeilenumbruch, einfach jede Zeile Stück für Stück zu checken; da bin ich froh, dass bei zwei der nächsten größeren Projekten dies von anderer Hand erledigt wird. (Bei HALMA muss ich es dann doch wieder selbst machen – zu früh gefreut
)
Und stolz bin ich auf die behutsamen Aktualisierungen und das wirklich noch einmal sehr gründliche (dreifache) Korrektorat, bin also schon sehr gespannt auf die Druckfahnen – am Ende wird doch noch allerhand übersehen worden sein…
Update am Tag danach: Grad meldet sich der Verlag mit seinen Korrekturanmerkungen – ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass sie auf eine DIN A4-Seite passen? In zwei Wochen soll die finale Fassung zurück. Was ich bestätigt habe. Sportlich…
Ein weiterer Tag, den ich am Verlagsmanuskript für meine Dissertationsschrift sitze. Erstaunlich, wieviel Zeit es kostet, ein 452 Seiten – Typoskript ‘mal eben zu aktualisieren’ und dann auch noch einmal zu lektorieren. Wieviel Zeit ein ‘fertiges’ Buch verschlingt. Und noch einmal erstaunlich, dass die Druckvorlage am Ende tatsächlich mit Word erstellt wird – bei “HALMA” arbeiten wir da schon fortschrittlicher (uh, da hab ich auch noch anderthalb Manuskripte, die es zu lektorieren gilt…). Der Abgabetermin ist schon leicht überschritten, aber jetzt geht es auch wirklich auf die Ziellinie. Vorbestellen kann man das Buch auch schon