Rückblick (4): Dokumentation der Innsbrucker Tagung

11. Januar 2010 Keine Kommentare

Aus dem ‚alten Jahr’ ist noch nachzutragen, dass endlich die Dokumentation einer Tagung zum Thema „Archivierung von digitaler Literatur“ online ist, welche im Oktober 2009 an der Universität Innsbruck stattfand (Details im dazugehörigen Post). Leider sind die ersten Vorträge von der Technik ‚verschluckt’ worden, was zugänglich ist, ist aber auch nicht zu verachten. :)
Wie man sieht, gibt es sehr interessante theoretische Positionen und Reflexionen, diese verbinden sich meiner Meinung nach gut mit den praktischen Erfahrungsberichten von den Archivierungsorganisationen (4. Panel). Dass das Problem insbesondere auch die Autoren selbst umtreibt, zeigt das 5. Panel und in gewisser Weise auch der Mitschnitt der Bloglesung „Andere (digitale) Welten“.
Hier noch schnell die Adresse: http://www.uibk.ac.at/literaturkritik/zeitschrift/727223.html. Mein Beitrag findet sich im 3. Panel.

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Publikation (4): Randgänge der Mediengeschichte

26. November 2009 Keine Kommentare
Randgänge der Mediengeschichte
Titelblatt “Randgänge
der Mediengeschichte”

Pünktlich zum neuen Jahr ist auch noch ein Sammelband erschienen, den ich zusammen mit zwei Kollegen von meinem Institut in Halle herausgegeben habe. (Oder vielmehr: eigentlich ist es natürlich noch etwas Zeit für das ‚alte’ Jahr, aber verlagstechnisch ist 2010 als Erscheinungsjahr vermerkt, was nicht ganz ungeschickt ist, so gibt es für das neue Jahr schon einen größeren Brocken.) Wir haben darin jüngere Arbeiten zum weiten Feld der Mediengeschichte zusammengestellt, was auch in der Verlagsankündigung bereits anklingt: „Die ‚Randgänge der Mediengeschichte’ umkreisen bekannte und unbekannte Territorien der Historiographie und widmen sich damit einem der größeren Themengebiete der Medien(kultur)wissenschaft. Der vorliegende Band stellt aktuelle Forschungspositionen zusammen, die noch vorhandene weiße Flecken im Feld explorieren.“
Besonders stolz bin ich, dass wir hier sehr interessante Arbeiten zusammenführen konnten, die die historische Perspektive von ganz unterschiedlichen Phänomenen (Emotionen, Öffentlichkeit, Ikonen, Hören) und nahezu allen relevanten Medien (Zeitungen, Bücher, Fernsehen, Film bis hin zu den digitalen Medien) diskutieren. Den Band selbst haben wir am 23.11.2009 als Festschrift an Prof. Dr. Manfred Kammer übergeben, der mich seit nunmehr fünf Jahren in sehr verschiedenen Funktionen auch auf meinem ganz persönlichen akademischen Lebensweg begleitet hat. Er selbst ist einschlägig im Feld der Mediengeschichte und insbesondere der Geschichte von digitalen Medien unterwegs.

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Rückblick (3): Digital Media revisited

21. November 2009 Keine Kommentare
Second Life Avatar
Second Life Avatar
Phorkya Pizzicato

Im Jahresendspurt passiert grad eine Menge, man kommt ja gar nicht nach mit der Dokumentation… Während ich grad gedruckt die Früchte vorheriger Arbeit einsammele und mit Hochdruck am Finish des neuen Buches arbeite, stand auch noch eine Konferenzreise an.
Dieses Mal war ich auf einer internationalen Tagung zum Thema “Digital
 Media
 Technologies
 Revisited”, die von ‘meiner’ Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” bei der DGPuK zusammen mit der europäischen Organisation ECREA organisiert wurde. Statt fand das Ganze an der UdK Berlin, was eine sehr schöne Räumlichkeit war und auch nur eine kurze Anreise notwendig machte.
Zu meiner großen Freude war insbesondere das Problem von Identität (gefasst als ‘Identity 4.0′) ein sehr zentrales Thema auf der Konferenz, und so habe ich viele Anregungen und Ideen für mein neues Projekt sammeln können. (Insofern war das eine regelrechte Weiterbildung und ‘kick off’ für die kommenden Jahre. Ganz ähnlich war das vor mittlerweile fünf Jahren, als ich mir auf einer Tagung des DGB mitten im Ruhrgebiet drei Tage lang zu Blogs, Wikis und Copyleft die Finger wund geschrieben habe. Die daran anschließende Arbeit habe ich dann Mitte 2007 eingereicht; seit sechs Monaten liegt sie gedruckt vor…)
Ich selbst habe zum Einfluss des Internets auf Identitätskonstruktionen gesprochen und dabei ein Modell eines Identitätsdispositivs entwickelt. Mein Hauptpunkt war, dass fiktive Identitäte immer stärker werden und vor allem auch durch Diskursivierung in den Medien immer normaler. Dies mündet in einem selbstverstärkenden Prozeß und führt schlußendlich zu einer Normalität von Fiktivität.

Die übliche Twitter Dokumentation läuft unter dem Hashtag #dgpuk.

Von meinem iPod gesendet …

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Publikation (3): Dissoziierte Autoren

17. November 2009 Keine Kommentare
Screenshot Dichtung-digital
Screenshot “dichtung digital”

Es ist ja immer schön, wenn die Früchte der eigenen Arbeit dann schwarz auf weiß vor einem liegen, dieser Tage ist dann endlich ein Artikel erschienen, der schon etwas länger angekündigt war. Oder vielmehr, er war eigentlich schon publiziert, als Pre-Print im Netz und wurde dann in die reguläre Ausgabe überführt. Das dann ebenfalls im Netz.
Der Aufsatz ist eine aktualisierte und überarbeitete Version eines Kapitels aus meiner Doktorarbeit. Unter dem Titel „Dissoziierte Autoren“ widme ich mich mich insbesondere der höchst interessanten Subgattung einer netzliterarischen Performanzkunst und diskutiere im Detail das Projekt „Search Lutz“ von Johannes Auer. Dies hatte Ende 2006 ‚hier’ in Halle (Saale) Uraufführung und besonders gelungen fand ich insbesondere die reiche Verarbeitung des Phänomens „Autorschaft“.
Erschienen ist der Aufsatz beim ‘Platzhirschen’ „dichtung-digital“, was mich sehr stolz macht. Leider hat das Journal schon seit Jahren mit ökonomischen Problemen zu kämpfen (die ich auch mit verfolge) oder vielleicht vielmehr mit der Abwesenheit eines belastbaren ökonomischen Modells. Umso schöner ist es, dass jetzt wieder eine Ausgabe erschienen ist, die einige interessante Positionen aus dem aktuellen Diskurs um Netzliteratur zusammenführt. U.a. Auszüge aus Roberto Simanowskis jüngsten Büchern (die ich ja immer nur warm empfehlen kann) und von Alexandra Saemmer, die ich von einer interessanten Konferenz in Madrid kenne.

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Publikation (2): Digitalni avtor?

16. November 2009 Keine Kommentare

Titelblatt Special IssueLetzte Woche habe ich endlich das Belegexemplar meiner ersten slowenischen Publikation bekommen. Titel meines Artikels: “Digitalni avtor? Avtorstvo v diditalni dobi / The Digital Author? Authorship in the Digital Era”. Erschienen war der Band bereits Mitte August, aber hatte scheinbar doch einen etwas problematischen Weg von Ljubljana hier herüber.
Und zwar handelt es sich dabei um den Tagungsband zu einer kleinen, aber interessanten Tagung zum Thema „The Author: Who or What Is Writing Literature?“, die September 2008 in Vilenica / Slowenien stattfand (einiges mehr dazu findet sich auf der Webseite zur Veranstaltung). Ich war dankenswerterweise eingeladen von der „Slovenian Comparative Literature Association“ und hatte dort einige zentrale Ergebnisse meiner kurz zuvor erschienenen Doktorarbeit vorgestellt.
Interessant war die Einbettung in das größte slowenische Literaturfestival, das gleichzeitig stark international ausgeprägt ist, dadurch nahmen auch zahlreiche Autoren an der Tagung teil. Ebenfalls reizvoll waren die ganz unterschiedlichen theoretischen Zugänge zu dem natürlich sehr komplexen Thema Autorschaft.
Leider ist der Band, der als zweisprachige „Special Issue“ der Verbandszeitschrift „Primerjalna književnost“ erschien, noch nicht online verfügbar wie seine Vorgängerausgaben. Das wird aber hoffentlich noch nachgeholt, immerhin ist die Zeitschrift nur sehr schwer an deutschen Bibliotheken zu finden.

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