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Rezension (1): Zu Simanowski: Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft

30. März 2009

Auszug aus einer Rezension, die unlängst in der “MEDIENwissenschaft” 01/2009 erschienen ist (Inhaltsverzeichnis des Heftes)

Mit dem vergangenen 15. Geburtstag des ‚World Wide Webs’ ist das, was man allgemein als Netzkunst bezeichnen kann, längst den Kinderschuhen entwachsen, erwachsen geworden und hat sich als ernstzunehmende künstlerische Strömung fest etabliert, auch weil bereits Vorläufer in der Prä-Web-Zeit existierten. Roberto Simanowski legt mit seinem neuen Buch “Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft” nun eine aktuelle Bestandsaufnahme dieser digitalen Kunst vor. Er analysiert maßgebliche Werke der jüngeren Vergangenheit, diskutiert die zentralen Themen sowie Poetiken dieser Projekte und stellt Bezüge zu den traditionellen Vorläufern heraus. [...]
Roberto Simanowski legt hier eine wichtige, fundierte und kenntnisreiche Bestandsaufnahme der aktuellen Netzkunst samt der in ihr verhandelten Themen und Ästhetiken vor. Die Studie hat dabei das Zeug zum Standardwerk, weil sie glänzend vorführt, mit welcher Methodik digitale Kunst analysiert werden kann und welche Herangehensweise den reichsten Ertrag findet. Von besonderem Nutzen sind nicht zuletzt die gelungene Strukturierung des künstlerischen Feldes sowie die souveräne Einordnung der digitalen Kunst in die Reihe ihrer traditionellen Vorläufer.

(Roberto Simanowski: Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. Kultur – Kunst – Utopien Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2008, 303 S., ISBN 978-3-499-55696-8, € 16,95, Link zum Verlag)

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