Rückblick (3): Digital Media revisited
| Second Life Avatar Phorkya Pizzicato |
Im Jahresendspurt passiert grad eine Menge, man kommt ja gar nicht nach mit der Dokumentation… Während ich grad gedruckt die Früchte vorheriger Arbeit einsammele und mit Hochdruck am Finish des neuen Buches arbeite, stand auch noch eine Konferenzreise an.
Dieses Mal war ich auf einer internationalen Tagung zum Thema “Digital
Media
Technologies
Revisited”, die von ‘meiner’ Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation” bei der DGPuK zusammen mit der europäischen Organisation ECREA organisiert wurde. Statt fand das Ganze an der UdK Berlin, was eine sehr schöne Räumlichkeit war und auch nur eine kurze Anreise notwendig machte.
Zu meiner großen Freude war insbesondere das Problem von Identität (gefasst als ‘Identity 4.0′) ein sehr zentrales Thema auf der Konferenz, und so habe ich viele Anregungen und Ideen für mein neues Projekt sammeln können. (Insofern war das eine regelrechte Weiterbildung und ‘kick off’ für die kommenden Jahre. Ganz ähnlich war das vor mittlerweile fünf Jahren, als ich mir auf einer Tagung des DGB mitten im Ruhrgebiet drei Tage lang zu Blogs, Wikis und Copyleft die Finger wund geschrieben habe. Die daran anschließende Arbeit habe ich dann Mitte 2007 eingereicht; seit sechs Monaten liegt sie gedruckt vor…)
Ich selbst habe zum Einfluss des Internets auf Identitätskonstruktionen gesprochen und dabei ein Modell eines Identitätsdispositivs entwickelt. Mein Hauptpunkt war, dass fiktive Identitäte immer stärker werden und vor allem auch durch Diskursivierung in den Medien immer normaler. Dies mündet in einem selbstverstärkenden Prozeß und führt schlußendlich zu einer Normalität von Fiktivität.
Die übliche Twitter Dokumentation läuft unter dem Hashtag #dgpuk.
Von meinem iPod gesendet …
