Rückblick (2): Tagung zur Archivierung von digitaler Literatur
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In der vergangenen Woche war ich auf einer sehr interessanten Tagung an der Universität Innsbruck. Dort entwickelt das Projekt DILIMAG seit zwei Jahren ein System zur Archivierung von digitalen Literaturmagazinen (Projektseite) und stellte auf der vom ihm organisierten Tagung das erste Mal die Weboberfläche des Archivs vor. Das Ganze ist bekanntlich nicht trivial, immerhin haben die deutsche und österreichische Nationalbibliothek seit geraumer Zeit einen Sammelauftrag für digitale Literatur, ebenso wie andere europäische Institutionen sind Sie damit aber technisch und auch personell weitgehend überfordert. Die Tagung sollte mit Theoretikern, einigen Archivaren und Herausgebern von solchen Magazinen ausloten, wie es eben doch gelingen kann. (siehe ausführliche Ankündigung mit den Abstracts, Programm als PDF)
Ich war eingeladen, weil ich seit längerer Zeit an dem Thema arbeite, zusammen mit Beat Suter von der Universität Zürich einen Band zum Thema herausgebe und DILIMAG selbst da auch mit vertreten ist. Ebenso trafen wir die Kollegen vom Marbacher Literaturarchiv (auch Beiträger), die genau wie DILIMAG gerade versuchen, mit möglichst wenig Ressourcen Ihren Sammelauftrag zu erledigen. Mein Resümee hatte ich schon im Vortrag vorformuliert: Ganz offenbar müssen den Archivaren noch ganze Heerscharen von Technikern und Programmierern an die Seite gestellt werden. Was enorm kostet.Ein Kollege von der Universitätsbibliothek Innsbruck ergänzte noch: Das alles funktioniert aber nur, wenn eine langfristige Finanzierung der Archivierung auch sichergestellt ist.
Ein Tagungsband ebenso wie eine komplette audiovisuelle Dokumentation der Vorträge sind geplant, beides werde ich als Update noch annoncieren. Sobald unser Band erschienen ist, das dann natürlich auch.
Update: Inzwischen ist die Videodokumentation der Tagung bei “Literaturkritik.at” online, einige Clips fehlen noch, die werden aber wohl teilweise noch nachgereicht.



