Am 27. Juni 1989 begannen Österreich und Ungarn, die Grenze zwischen den beiden Ländern einzureissen, begonnen damit, dass die Staatschefs eigenhändig den Zaun ‘durchschnitten’. Dieses 20. Jubiläum haben die drei Zeitungen “Mitteldeutsche Zeitung”, “Kölner Stadtanzeiger” und “Frankfurter Rundschau” dazu genutzt, um die Video- und Onlinekomponente des grossen crossmedialen Projektes “Mein neunter November” zu starten (das läuft in den Zeitungen schon seit einem knappen Monat, siehe ein früheres Posting). Die “Hallesche Europäische Journalistenschule”, an der ich auch arbeite, hat dieses Teilprojekt umgesetzt, und ich bin sehr stolz darauf, wie wunderbar es geworden ist. (Ich selbst habe einen Anteil daran, habe vor allem koordinierend gearbeitet.)
Das Onlineprojekt selbst ist erreichbar unter der URL: http://www.mein-neunter-november.de/.
Die beteiligten Zeitungen reichern es je noch mit umfangreichen Online-Dossiers an:
Dazu haben die Zeitungen – wie schon veröffentlicht – auch noch Extra-Webspecials zum Mauerfall geschaltet:
Am 24. August erscheint im DuMont Verlag der dritte Teil des Projektes, das Buch: Alfred Neven DuMont (Hrsg.), “Mein 9. November. Der Tag, an dem die Mauer fiel”.
Update am 01.07.2009
Der Kölner Stadt-Anzeiger ist mit etwas Verzögerung gestartet: Immer wieder der 9. November.
Auszug aus einer Rezension, die unlängst in der “MEDIENwissenschaft” 02/2009 erschienen ist (Inhaltsverzeichnis des Heftes)
Die Autorin ist durch langjährige, einschlägige Arbeit im Feld eine ausgewiesene Expertin der deutschsprachigen Debatte um eLearning. Daraus resultiert eine exzellente Kenntnis entsprechender jüngerer deutschen Entwicklungen und Projekte, die sie in ihrer Arbeit souverän diskutiert. Insoweit bildet das Buch einen guten Überblick über deutsches eLearning sowie – weiterführend – dafür eingesetzte, webbasierte Technologien (wie z.B. Foren, Wikis und Weblogs). [...]
[Die Autorin nimmt] eine erfreulich sachliche Haltung gegenüber der immer noch virulenten Auffassung ein, dass eLearning gleichsam ein ‚Allheilmittel’ darstellt. Sie plädiert pragmatisch für ein Ausloten der Möglichkeiten, stellt aber auch deutlich heraus, dass damit ein hoher Ressourcenaufwand verbunden ist, der bereitgestellt werden muss.
(Anne Thillosen: Schreiben im Netz. Neue literale Praktiken im Kontext Hochschule
Münster: Waxmann 2008, 349 S., ISBN 978-3-8309-2061-8, € 29,90, Link zum Verlag)
(Ankündigung eines Interviews, dass ich im Mittagsmagazins des lokalen Hallenser Radios “Corax” gegeben habe, 8. Juni 2009, 13:15 Uhr)
Der nordamerikanische Künstler Rob Matthews hat kürzlich einen 5000 Seiten starken Band drucken lassen, der alle „featured articles“ des freien Internet Lexikons Wikipedia enthält. „Featured articles“ ist sozusagen das “best of” von Wikipedia – eine Auswahl von 2500 aus fast 3 Millionen Artikeln. 30 cm hoch ist dieser Schmöker, mit dem Rob Matthews Wikipedia als Internetquelle hinterfragt. Bekanntlich schreiben auf Wikipedia eine unglaublich Menge an Autoren mit. Es besteht die Möglichkeit Texte zu ergänzen, Änderungen vorzuschlagen und Diskussionen zu starten. – Das Internet ist längst eine Plattform geworden, auf der viele Nutzer selbst schreiben und eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten zum Schreiben im Netz entwickelt haben. Florian Hartling ist Medienwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Doktorarbeit “Der digitale Autor – Autorschaft im Zeitalter des Internets” ist soeben im Transcript Verlag erschienen.
Am Montag (also übermorgen) bin ich in der Mittagssendung unseres Hallenser (nichtkommerziellen) Lokalradios „Corax“, um eine halbe Stunde (also wirklich sehr ausgiebig) über mein Buch zum digitalen Autor zu sprechen.
Das ist sogar recht programmatisch, immerhin diskutiere ich darin sehr umfangreich das Projekt „Search Lutz!“, das im Herbst 2006 genau dort uraufgeführt wurde.
Das Interview starten ca. 13:15 Uhr, Corax kann in Halle auf UKW 93,5 empfangen werden, oder über den Livestream unter http://streaming.fueralle.org:8000/corax.mp3.m3u.