Die sogenannte veranstaltungsfreie Zeit ist ja weder dies- noch jenseits des Pultes wirklich die reinste Entspannung. Aber wenigstens gibt es für alle ordentlich Arbeitszeit am Stück für alle Dinge, die Raum und Kraft brauchen. (Nein, ich mache nicht gleich schon wieder Werbung für mein Buch, das in den letzten beiden Monaten fertig gestellt wurde und jetzt wirklich im Druck ist. Ich annonciere dann, wenn ich es in den Händen halte…)
Und so sind insbesondere die anstehenden Herausgaben auch wieder ein ganzes Stück vorangekommen, und ich hab die nächsten (Vortrags-) Pläne für 2009 und 2010 festgezurrt. (Highlight des Jahres ist sicherlich eine schöne Tagungseinladung in Innsbruck zur Archivierung von digitaler Literatur, die ich vom „Dilimag“ bekommen habe.)
Zudem war ich mal wieder in Leipzig an der „Fernsehakademie Mitteldeutschland“, um meinen Kurs zur „Online-Recherche“ im Rahmen des Bachelor-Studiengangs „Fernsehproduktion“ zu halten. Das ist immer recht interessant, weil die Studenten wirklich schon mitten im Berufsleben stehen und viel fürs Fernsehen arbeiten. Zudem ist die Verbindung zwischen Theorie und Praxis auch als „dualer Studiengang“ sozusagen institutionalisiert. Gut! Problematisch für die Studierenden ist natürlich die wirklich hohe Arbeitsbelastung, die sie währenddessen haben, das kennen ja auch unsere Hallenser Studenten.
Bein diesjährigen „Hochschulinformationstag“ an der Universität habe ich wieder unseren Masterstudiengang „MultiMedia & Autorschaft“ vorgestellt, für den ja jetzt die Bewerbung für das nächste Studiendoppeljahr läuft (Bewerbungsschluss ist der 31. Mai). Dieses Jahr wurden die Vorträge aufgenommen, meinen kann man noch im Online-Archiv sehen (viertes Video von oben). Kleines Highlight (nicht im Bild) war meine Jüngste, die sich das mal angesehen hat und laut den „Pappa“ lobte.
Ach ja, im Urlaub waren wir auch. Eine Woche im traditionellen Winterressort. Schön wars (mal ohne Arbeit…)
Auszug aus einer Rezension, die unlängst in der “MEDIENwissenschaft” 01/2009 erschienen ist (Inhaltsverzeichnis des Heftes)
Mit dem vergangenen 15. Geburtstag des ‚World Wide Webs’ ist das, was man allgemein als Netzkunst bezeichnen kann, längst den Kinderschuhen entwachsen, erwachsen geworden und hat sich als ernstzunehmende künstlerische Strömung fest etabliert, auch weil bereits Vorläufer in der Prä-Web-Zeit existierten. Roberto Simanowski legt mit seinem neuen Buch “Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft” nun eine aktuelle Bestandsaufnahme dieser digitalen Kunst vor. Er analysiert maßgebliche Werke der jüngeren Vergangenheit, diskutiert die zentralen Themen sowie Poetiken dieser Projekte und stellt Bezüge zu den traditionellen Vorläufern heraus. [...]
Roberto Simanowski legt hier eine wichtige, fundierte und kenntnisreiche Bestandsaufnahme der aktuellen Netzkunst samt der in ihr verhandelten Themen und Ästhetiken vor. Die Studie hat dabei das Zeug zum Standardwerk, weil sie glänzend vorführt, mit welcher Methodik digitale Kunst analysiert werden kann und welche Herangehensweise den reichsten Ertrag findet. Von besonderem Nutzen sind nicht zuletzt die gelungene Strukturierung des künstlerischen Feldes sowie die souveräne Einordnung der digitalen Kunst in die Reihe ihrer traditionellen Vorläufer.
(Roberto Simanowski: Digitale Medien in der Erlebnisgesellschaft. Kultur – Kunst – Utopien Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag 2008, 303 S., ISBN 978-3-499-55696-8, € 16,95, Link zum Verlag)
Sozusagen in der Nacht vor dem Urlaub (den wir dann doch einen Tag später angetreten sind, weil beide Eltern völlig in den Seilen hingen, krankheits- und arbeitsbedingt), aber am Ende dann doch mit anderthalb Monaten Verspätung habe ich das Buchmanuskript meiner Doktorarbeit fertigbekommen und glücklich strahlend an den Verlag geschickt. Es wird dort ja schon des längerem in der Verlagsvorschau und auf der Webseite angekündigt, wurde also etwas Zeit.
Spass hats gemacht, auch wenn es arg mühsam gewesen ist, jede Silbentrennung, jeden Zeilenumbruch, einfach jede Zeile Stück für Stück zu checken; da bin ich froh, dass bei zwei der nächsten größeren Projekten dies von anderer Hand erledigt wird. (Bei HALMA muss ich es dann doch wieder selbst machen – zu früh gefreut
)
Und stolz bin ich auf die behutsamen Aktualisierungen und das wirklich noch einmal sehr gründliche (dreifache) Korrektorat, bin also schon sehr gespannt auf die Druckfahnen – am Ende wird doch noch allerhand übersehen worden sein…
Update am Tag danach: Grad meldet sich der Verlag mit seinen Korrekturanmerkungen – ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, dass sie auf eine DIN A4-Seite passen? In zwei Wochen soll die finale Fassung zurück. Was ich bestätigt habe. Sportlich…