Launch (2): “Mein neunter November” im Netz

28. Juni 2009

Am 27. Juni 1989 begannen Österreich und Ungarn, die Grenze zwischen den beiden Ländern einzureissen, begonnen damit, dass die Staatschefs eigenhändig den Zaun ‘durchschnitten’. Dieses 20. Jubiläum haben die drei Zeitungen “Mitteldeutsche Zeitung”, “Kölner Stadtanzeiger” und “Frankfurter Rundschau” dazu genutzt, um die Video- und Onlinekomponente des grossen crossmedialen Projektes “Mein neunter November” zu starten (das läuft in den Zeitungen schon seit einem knappen Monat, siehe ein früheres Posting). Die “Hallesche Europäische Journalistenschule”, an der ich auch arbeite, hat dieses Teilprojekt umgesetzt, und ich bin sehr stolz darauf, wie wunderbar es geworden ist. (Ich selbst habe einen Anteil daran, habe vor allem koordinierend gearbeitet.)
Das Onlineprojekt selbst ist erreichbar unter der URL: http://www.mein-neunter-november.de/.
Die beteiligten Zeitungen reichern es je noch mit umfangreichen Online-Dossiers an:

Dazu haben die Zeitungen – wie schon veröffentlicht – auch noch Extra-Webspecials zum Mauerfall geschaltet:

Am 24. August erscheint im DuMont Verlag der dritte Teil des Projektes, das Buch: Alfred Neven DuMont (Hrsg.), “Mein 9. November. Der Tag, an dem die Mauer fiel”.

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Rezension (2): Zu Thillosen: Schreiben im Netz

9. Juni 2009

Auszug aus einer Rezension, die unlängst in der “MEDIENwissenschaft” 02/2009 erschienen ist (Inhaltsverzeichnis des Heftes)

Die Autorin ist durch langjährige, einschlägige Arbeit im Feld eine ausgewiesene Expertin der deutschsprachigen Debatte um eLearning. Daraus resultiert eine exzellente Kenntnis entsprechender jüngerer deutschen Entwicklungen und Projekte, die sie in ihrer Arbeit souverän diskutiert. Insoweit bildet das Buch einen guten Überblick über deutsches eLearning sowie – weiterführend – dafür eingesetzte, webbasierte Technologien (wie z.B. Foren, Wikis und Weblogs). [...]

[Die Autorin nimmt] eine erfreulich sachliche Haltung gegenüber der immer noch virulenten Auffassung ein, dass eLearning gleichsam ein ‚Allheilmittel’ darstellt. Sie plädiert pragmatisch für ein Ausloten der Möglichkeiten, stellt aber auch deutlich heraus, dass damit ein hoher Ressourcenaufwand verbunden ist, der bereitgestellt werden muss.

(Anne Thillosen: Schreiben im Netz. Neue literale Praktiken im Kontext Hochschule
Münster: Waxmann 2008, 349 S., ISBN 978-3-8309-2061-8, € 29,90, Link zum Verlag)

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Interview (2): Schreiben in Zeiten von E-Books und Googlekratie

9. Juni 2009

(Ankündigung eines Interviews, dass ich im Mittagsmagazins des lokalen Hallenser Radios “Corax” gegeben habe, 8. Juni 2009, 13:15 Uhr)

Der nordamerikanische Künstler Rob Matthews hat kürzlich einen 5000 Seiten starken Band drucken lassen, der alle „featured articles“ des freien Internet Lexikons Wikipedia enthält. „Featured articles“ ist sozusagen das “best of” von Wikipedia – eine Auswahl von 2500 aus fast 3 Millionen Artikeln. 30 cm hoch ist dieser Schmöker, mit dem Rob Matthews Wikipedia als Internetquelle hinterfragt. Bekanntlich schreiben auf Wikipedia eine unglaublich Menge an Autoren mit. Es besteht die Möglichkeit Texte zu ergänzen, Änderungen vorzuschlagen und Diskussionen zu starten. – Das Internet ist längst eine Plattform geworden, auf der viele Nutzer selbst schreiben und eine Vielzahl verschiedener Möglichkeiten zum Schreiben im Netz entwickelt haben. Florian Hartling ist Medienwissenschaftler an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seine Doktorarbeit “Der digitale Autor – Autorschaft im Zeitalter des Internets” ist soeben im Transcript Verlag erschienen.

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Programmhinweis (3): Radio Corax

6. Juni 2009

Am Montag (also übermorgen) bin ich in der Mittagssendung unseres Hallenser (nichtkommerziellen) Lokalradios „Corax“, um eine halbe Stunde (also wirklich sehr ausgiebig) über mein Buch zum digitalen Autor zu sprechen.
Das ist sogar recht programmatisch, immerhin diskutiere ich darin sehr umfangreich das Projekt „Search Lutz!“, das im Herbst 2006 genau dort uraufgeführt wurde.
Das Interview starten ca. 13:15 Uhr, Corax kann in Halle auf UKW 93,5 empfangen werden, oder über den Livestream unter http://streaming.fueralle.org:8000/corax.mp3.m3u.

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Launch (1): Mein neunter November

30. Mai 2009

Parallel zur Vorabpräsentation des Onlineprojektes „Mein neunter November“ auf dem Geschichtsforum in Berlin haben die Zeitungshäuser des DuMont-Unternehmensgruppe heute die Zeitungsreihe gestartet. Sehr prominent sind einleitende Texte u.a. von Hans-Dietrich Genscher und erste Geschichten von Prominenten (u.a. Axel Schulz) und ‚normalen’ Zeitgenossen veröffentlicht, die am 9. November geboren sind. Die Printausgaben sehen ganz herrlich aus (und ich war in Berlin gleich in mehreren Zeitungsgeschäften, um genug Belegexemplare für die Beteiligten zu sichern), parallel haben die Onlineredaktionen der „Mitteldeutschen Zeitung“ und der „Frankfurter Rundschau“ schon mächtig rangeklotzt. Der „Kölner Stadtanzeiger“ muss noch nachlegen.

MZ: http://www.mz-web.de/mauerfall
FR: http://www.fr-online.de/mauerfall/
KStA: to be updated

Der richtige Launch des Onlineprojektes folgt Ende Juni.

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Interview (1): Reflexionen zum Internet als Chance für Autoren

30. Mai 2009

(Aus einem Interview, dass ich in der Sendung „Breitband“ gegeben habe, Deutschlandradio Kultur, 30. Mai 2009, 14:05 Uhr)

Häufig lassen die traditionellen Gatekeeper (Verlage etc.) Autoren auch aus nichtliterarischen Gründen nicht in den Markt. Das führt dazu, dass Schriftsteller ausgeschlossen werden, worunter sie auch sehr leiden und sich auch wirklich ausgestoßen fühlen. Diese haben jetzt mit dem Internet die Möglichkeit, selber aktiv zu werden und eine Aufmerksamkeit für sich selbst herzustellen. Es ist nicht einfach, sich gegen die vielen anderen Stimmen im Internet zu behaupten, aber das Netz bietet ja ganz viele Möglichkeiten der Selbstvermarktung – und wer auf diesen geschickt spielt, der kommt auch durch.

admin Interviews , ,

Programmhinweis (2): Geschichtsforum

29. Mai 2009

Morgen bin ich auf dem “Geschichtsforum 1989 | 2009: Europa zwischen Teilung und Aufbruch” an der Humboldtuniversität Berlin. Dort stelle ich zusammen mit Vertretern der DuMont-Zeitungshäuser ein Projekt zum Geburtstag des Mauerfalls vor, an dem wir seit Dezember intensiv arbeiten. Die Veranstaltung ist offen für alle, also wer zufällig in der Nähe ist…

Kurzinfo:

Mein neunter November – das Multimedia-Projekt
Sa, 30.05.2009, 11:00 – 12:30 Uhr

Die Homepage “www.mein-neunter-november.de”, die hier von ihren Initiatoren und Machern erstmals öffentlich präsentiert wird, ist Teil der multimedialen Ost-West-Initiative, die die Zeitungen des Verlages M. Dumont Schauberg zum Jahrestag des Mauerfalls planen.

Gemeinsam veröffentlichen die Frankfurter Rundschau, der Kölner Stadtanzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung (Halle) vom Frühsommer an eine Reihe von Interviews mit Menschen, die an einem 9. November geboren sind und sich an den Tag des Mauerfalls – ihren Geburtstag – sowie seine Vorgeschichte und seine Folgen erinnern. Unter den Interviewten sind Leserinnen und Leser, die sich auf einen Aufruf der Zeitungen meldeten, aber auch Prominente wie Björn Engholm und Erol Sander. Veröffentlicht werden die Interviews sowohl auf der Homepage als auch in den drei Zeitungen. Außerdem erscheinen sie zusammen mit historischen Beiträgen und Essays im Dumont-Verlag als Buch.

Die Referenten vertreten zum einen die beteiligten Zeitungen und zum anderen die “Hallesche Europäische Journalistenschule für Multimediale Autorschaft” an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die die Homepage www.mein-neunter-november.de konzipiert und gestaltet. Sie werden zunächst das Gesamtkonzept kurz erläutern und dann den Internet-Auftritt mit Beispielen aus den Video-Interviews präsentieren. Anschließend stellen sie sich den Fragen und Anmerkungen der Besucherinnen und Besucher.

Eine Veranstaltung der Frankfurter Rundschau

Ort: Humboldt-Universität, Seminargebäude
Raum: 1.308

Mitwirkende:
Dr. Florian Hartling, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg / Hallisches Institut für Medien e.V.
Stephan Hebel, Frankfurter Rundschau
Manja Rothe-Balogh, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Link
http://www.geschichtsforum09.de/programm/film-medien/veranstaltung/mein-neunter-november-das-multimedia-projekt.html

admin Vorträge

Programmhinweis (1): Deutschlandradio Kultur

29. Mai 2009

Die überaus interessante (da voll auf Netzkultur ausgerichtete) Sendung „Breitband“ vom „Deutschlandradio Kultur“ beschäftigt sich morgen von 14:05 bis 15:00 Uhr ausgiebig mit den Chancen und Gefahren, die Autoren im Internet haben. Dies in Zeiten der umfassenden Digitalisierung und Veröffentlichung von Büchern durch Google sowie dem erbitterten Streit, der darum gerade geführt wird.
Ich habe den Kollegen heute Morgen Rede und Antwort gestanden (meine Position ist ja erklärtermaßen, dass ich vor allem die CHANCEN für die Autoren sehe), das Interview wird im Rahmen der Sendung morgen ausgestrahlt. Nachhören kann man es danach auf der Webseite von „Breitband“.

admin Presse , ,

Publikation (1): Der digitale Autor

5. Mai 2009

Rechtzeitig zum 6. Geburtstag meiner großen Tochter (wenn das kein gutes Omen ist), ist mein Buch zum “digitalen Autor” beim renommierten “Transcript”-Verlag erschienen. Dort untersuche ich, wie sich literarische Autoren im Internet und durch das Internet verändern. Sozusagen ‘nebenbei’ liefert das Buch eine Bestandsaufnahme von aktueller deutschsprachiger, digitaler Literatur, die eben diese Fragen von Autoren und Autorschaft poetisch verarbeiten.
In das Buch eingeflossen sind Überlegungen aus fast neun Jahren, in denen mich das Thema der digitalen Literatur beschäftigt, dementsprechend stolz bin ich, dass es auch optisch so gut geworden ist.

Kurzinfo:

Florian Hartling
Der digitale Autor. Autorschaft im Zeitalter des Internets
Bielefeld: Transcript 2009.
382 Seiten, ISBN 978-3-8376-1090-1

Das Internet ist ein demokratisches Medium – jeder kann Texte publizieren, der »schreibende Leser« ersetzt den traditionellen Autor. So lauten gängige – aber falsche – Vorstellungen, wenn von Literatur im Netz die Rede ist. Stattdessen ist mit dem Boom der Netzliteratur ein Aufleben des Autors im Internet zu beobachten, zusammen mit traditionellen Formen des Literaturbetriebs.
Dieses Buch liefert eine erste systematische Analyse der Bedingungen von Autorschaft im Internet. Damit widmet es sich einem Problem, das für die neuere medientheoretische Diskussion und die methodische Entwicklung der Medienwissenschaft von großer Bedeutung ist.

Für weitere Informationen bitte hier entlang.

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Kurze Werbeunterbrechung

17. April 2009

Ein knapper Hinweis von meinem Arbeitgeber :) Zum Wintersemester 2009/2010 (also ab dem 1. Oktober 2009) sind wieder Immatrikulationen in den Masterstudiengang “MultiMedia & Autorschaft” an der Universität Halle-Wittenberg möglich, den ich mit aufgebaut habe und in dem ich seit 2003 auch lehre. Es gibt zwei Fachrichtungen: “Online-Journalismus” und “Multimedia-Autor”. Die Anzahl der aufgenommenen Studierenden ist klein, die Austattung und Betreuung sehr gut (im Vergleich zu anderen Studiengängen…)
Bewerbungen sind noch bis zum 31. Mai 2009 möglich, nähere Informationen gibt es auf der Webseite des Studienganges unter “Bewerbung”. Weitere Auskünfte erteile ich gern.

admin Institut ,